Wirtschaft

US-NOTENBANKER FISCHER ERKLÄRT GLOBALE LIQUIDITÄTSAUSWIRKUNGEN

In einem bemerkenswerten Papier erklärt US-Notenbankmitglied Stanley Fischer die Auswirkung der Geldflutung der Fed auf die internationalen Märkte. Er führt aus, dass die Phase der Geldmengenausweitung infolge der Finanzkrise 2008 zu einem schwachen US-Dollar führte. Die US-Wirtschaft habe dadurch Exportchancen bekommen und Schwellenländer hätten unter diesem Wettbewerb gelitten. Gleichzeitig jedoch hätten Schwellenländer von der gestiegenen Nachfrage seitens der USA profitiert, die über die USA einen stimulierenden Einfluss auf Volkswirtschaften weltweit gehabt habe. Bei den entwickelten Ländern seien diese Effekte nicht zu sehen gewesen, da die dortigen Notenbanken eine ähnlich aggressive Geldmengenausweitung vorgenommen und diese Effekte dadurch gemildert hätten.
Die nun laufende Verknappung der Geldmenge habe nun die gegenläufigen Effekte: Schwellenländer würden vom starken US-Dollar profitieren, da ihre Exporte günstiger werden. Gegebenenfalls wegfallende Nachfrage seitens der USA könnten diese Länder nun mit eigenen Geldmengenausweitungen beantworten.
Ich diesen Aufsatz nicht wirklich anspruchsvoll, aber es ist bemerkenswert, dass die Fed sich öffentlich mit den globalen Auswirkungen ihrer Geldpolitik auseinandersetzt. Ich würde diesen Aufsatz als Handlungsanleitung betrachten, wie die Nachbeben der US-Geldpolitik auf internationalen Märkten gemildert werden können. Für Europa würde das bedeuten: Schleunigst Zinsen anheben.

EUROPAS KONJUNKTUR IST GESUND
Zuletzt noch ein Hinweis auf einen guten Artikel der Bremer Landesbank: https://www.bremerlandesbank.de/finanzmaerkte/berichte/forex-reports-marktberichte/2017-04/forex-report-20042017/: Darin wird gezeigt, wie gesund die wirtschaftliche Erholung Europas ist und wie schlecht, weil kreditfinanziert, die Erholung der USA aussieht. Es werden die jüngsten Zahlen des IWF herangezogen, um zu zeigen, dass Europa strukturell deutlich besser dasteht als die USA.

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