INSTABILE SCHWELLENLÄNDER

Bereits im September hatte die Fed mit der Aussage überrascht, globale Konjunkturentwicklungen und geopolitische Spannungen ebenfalls zu berücksichtigen. Damals waren die Schwellenländer unter Beschuss geraten. Viele Länder sowie deren Unternehmen sind hoch verschuldet in US-Dollar-Anleihen. Sie müssen also Zinsen in US-Dollar zahlen, und das tut weh, wenn der US-Dollar zu stark an Wert gewinnt, wie es meist vor dem Hintergrund von Zinserhöhungen der Fall ist. Höhere Zinsen in den USA machen den US-Dollar verhältnismäßig attraktiver, der Außenwert steigt und damit wird es schwerer für Staaten und Unternehmen, die ihr Geld in anderen Währungen verdienen, jedoch Zinsen in US-Dollar zahlen müssen.

An der Börse hat man erleichtert darauf reagiert, dass die Fed also auch solche Probleme mit ins Kalkül zieht, wenn sie über die Zinspolitik entscheidet. Zu hohe Zinsen in den USA hätten nämlich zu einem Kollaps in den Schwellenländern führen können, was die Weltkonjunktur belasten würde und somit negative Auswirkungen wiederum auch auf die USA hätte.

Dieses Mal hat die Fed neben der „Weltkonjunktur“ auch noch die „Finanzmarktstabilität“ explizit als Ziel genannt. Das ist erneut ein Novum und extrem wichtig für die Finanzmärkte. Denn in den Tagen vor der Zinsentscheidung gab es Turbulenzen am Finanzmarkt aufgrund eines Fonds, der seine Anteilseigner nicht mehr auszahlen konnte.

FED VERFOLGT IMMER MEHR ZIELE GLEICHZEITIG

In der schriftlichen Erklärung nimmt Yellen Stellung zu den Rahmenbedingungen, die beobachtet werden, um eine Zinsentscheidung zu treffen. Ziele der Fed seien Preisstabilität, gemessen an einer Inflationsrate von möglichst um 2%, sowie die Vollbeschäftigung, gemessen an der Arbeitslosenquote von möglichst 4%, was als Sockelarbeitslosigkeit gilt.

Anleihe mit der Schweiz – klasse Investment mit kurzer Laufzeit!

Gallus-Schweiz Vier: Wohnbebauung im Kantonen Thurgau und St. Gallen von Mehrfamilienhäuser a 10 und 9 Wohnungen
• Keine Projektentwicklung : ausschließlich Finanzierung der Bauphase
• Investition erst nach vorhandener Baubewilligung
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• Laufzeit fest bis 31.12.2017
• Mindestanlage: EUR 10.000, höhere Beträge müssen durch EUR 1.000 ohne Rest teilbar sein
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Draghi

Draghi: Mr. „Whatever it takes“ Wir sind zu allem bereit!
Draghi demonstriert die Entschlossenheit, das gesamte Arsenal der Notenbank im Ernstfall auch einzusetzen. Inwiefern die Geldpolitik daher nun weiter gelockert wird, werde im Dezember geprüft, so Draghi. Das bereits laufende, 1,1 Billionen Euro schwere Anleihenkaufprogramm jedenfalls laufe bisher reibungslos, versicherte Draghi.
Die Binnennachfrage bleibe zwar widerstandsfähig, sagte Draghi. Sorgen über die Wachstumsaussichten in den Schwellenländern und andere externe Faktoren stellten jedoch Risiken für Ausblick für Wachstum und Inflation dar. Vor allem die Wachstumsschwäche in China galt zuletzt an den Finanzmärkten als ein Risiko auch für die Exportaussichten der Eurozone.
Bereits in der Vergangenheit bediente sich Draghi im Bezug auf das geldpolitische Mandat der EZB einer deutlichen Rhetorik. So verkündete der Notenbankchef während der Hochzeiten der Eurokrise, man werde auch immer tun, was nötig sei („Whatever it takes“),
Strafzinsenwahnsinn: Anleihen im Wert von 2,6 Billion
Die Sparer sind die großen Verlierer von Draghi’s Politik.
Die Zeiten, als man für europäische Staatsanleihen Zinsen bekommen hat, sind lange vorbei. Was sich derzeit am Markt abspielt wird immer absurder – für einen gigantischen Batzen an Bonds bezahlen die Anleger mittlerweile, anstatt Rendite zu machen.
2,6 Billionen Staatsanleihen werfen negative Renditen ab
Das Volumen an „negativ rentierlichen Staatsanleihen der Euro-Zone ist in der vergangenen Woche von zwei Billionen Euro auf 2,6 Billionen Euro nach oben geschossen und steht nun an einem Rekordhoch. Der bisherige Rekord war im April mit 2,4 Billionen Euro erreicht worden“. Die Entwicklung kann man nur als irre bezeichnen. So hatte Italien am 28. Oktober für sechs Mrd. Euro sechsmonatige Anleihen mit einer negativen Rendite von 0,055 Prozent platziert. Dabei liegen die Schulden Italiens bei horrenden 2,2 Billionen Euro. Das sind herbe 135 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Die Zinsen für zweijährige französische Anleihen liegen sogar bei minus 0,26 Prozent. Dabei hat Frankreich 2,1 Billionen Euro Schulden – 97,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Warum machen Notenbanker wie Draghi so eine irrwitzige Politik? Um die weltweite Schuldenspirale am Laufen zu halten. So soll die Inflation angeheizt werden. Die weltweiten Schulden belaufen sich auf mehr als 200 Billionen Dollar. Das sind mehr als 300 Prozent der Leistung der Weltwirtschaft. Deshalb gilt es, koste es was es wolle, die Schulden wegzuinflationieren. Was sind die Folgen einer derartigen Politik der Notenbanken – außer die Blase am Aktien- und am Immobilienmarkt immer weiter aufzupumpen?

US-Notenbank

Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank, hat am Mittwoch zumindest einen kleinen Dämpfer ausgeteilt. In ihrer Rede vor dem US-Senat bekräftigte sie die Absicht der Notenbank, den Leitzins der USA im Dezember erstmals seit neun Jahren wieder anzuheben, sofern es die Rahmenbedingungen zulassen.
Sollte die Arbeitslosigkeit der USA auf dem niedrigen Niveau verharren und vielleicht sogar das Lohnniveau endlich ein wenig anziehen, dann spricht das für die Zinsanhebung im Dezember. Fallen die Arbeitsmarktdaten jedoch enttäuschend aus, so wird die Zinsanhebung erneut in Frage gestellt werden.
An der Börse hat man sich inzwischen darauf eingestellt. Wurden bislang positive wirtschaftliche Daten begrüßt, weil sie den Konjunkturaufschwung widerspiegelten, so könnten positive Konjunkturdaten nun negativ aufgefasst werden, weil sie die Zinsanhebung unterstützen.
Der Aufschwung in den USA ist bereits sechs Jahre alt und zeigt erste Ermüdungserscheinungen. Zudem hat die Fed inzwischen explizit auch globale Risiken mit in ihre Entscheidungsgrundlage einbezogen, und global sieht es deutlich schlechter aus als in den USA. Denn in China gab es unlängst enttäuschende Daten aus der Industrieproduktion, in Brasilien bricht die Wirtschaft derzeit zusammen, das Land versinkt in einem Korruptionsskandal. Europa kann mit 1,6% Wachstum nicht wirklich als globale Konjunkturlokomotive bezeichnet werden.
Immerhin: Der Verfall der Rohstoffpreise, der auf die Inflationsdaten gedrückt hat, schein sich zu verlangsamen oder in einigen Bereichen bereits zum Stillstand gekommen zu sein. Das wird die Inflationsraten automatisch erhöhen, da die Vergleichsbasis des Vorjahres von nun an nicht mehr so hoch ist. Aus dieser Sicht könnte die Fed also durchaus Spielraum für eine Zinsanhebung bekommen.

Doch ich halte das Problem der anhaltend niedrigen Löhne für extrem gefährlich. Immer mehr Bereiche des Arbeitslebens werden automatisiert und für die Masse der Menschen bleiben immer stupidere Tätigkeiten übrig, die mit niedrigen Stundenlöhnen bezahlt werden können. Gut verdienen tun diejenigen, die neue Automatisierungen entwickeln, mit denen Unternehmen Geld sparen können. Es ist eine Entwicklung, die wir bereits seit der Industriellen Revolution mehrfach durchlebt haben. Sie lässt sich nicht aufhalten und führt ultimativ auch zu besseren Lebensumständen. Doch in der Umbruchsphase gibt es Verwerfungen und soziale Spannungen. Auf eine solche Phase laufen wir zu.

Also: Wir dürfen gespannt sein, ob die Fed im Dezember tatsächlich eine Zinsanhebung durchführen wird. Der Druck, dies zu tun, ist groß. Der Druck, es zu unterlassen, ebenfalls.

Draghi un die chinesische Zentralbank

Letzte Woche die deutlichen Ansage vpm EZB Chef Mario Draghi, die Liquiditätsflutung der Märkte nötigenfalls länger aufrechtzuerhalten als bisher geplant. Wir erinnern uns: Eigentlich war der Ankauf von Anleihen bis zum September 2016 terminiert. Nun wird damit gerechnet, dass dieses Programm von Supermario im Dezember um ein Jahr verlängert wird. Liquidität, die wie ein Pflaster die Wundheilung schützen und die Schmerzen lindern soll. Die Heilung selbst, so Draghi, muss von den nationalen Wirtschaftsministerien vorangetrieben werden. Strukturreformen seien nach wie vor erforderlich, so Draghi.
Die chinesische Zentralbank hat den Zins um 0,25% auf 4,35% gesenkt. Gleichzeitig wurde die Einlagenverzinsung der Banken gleich um 0,5% gesenkt. Dieser Schritt wurde als Eingeständnis gesehen, dass die chinesische Konjunktur eben doch stärkere geldpolitische Unterstützung benötigt, als bislang von der zentralen kommunistischen Partei zugegeben wurde. Das Konjunkturwachstum war auf 6,9% gesunken, also unter die Zielgröße von 7% und viele Marktbeobachter halten die 6,9% für eine positiv manipulierte Zahl. In Wirklichkeit, so äußern sich derzeit einige westliche Wirtschaftsinstitute, könnte das Wachstum bereits deutlich niedriger liegen. Von 3-4% ist da die Rede, vereinzelt sogar von 1%.

Seitens Chinas kam nun das deutliche Signal, eine sogenannte „Harte Landung“ der Konjunktur mit allen Mitteln zu vermeiden. Und wie immer, wenn die Notenbanken stützend in die Konjunkturentwicklung eingreifen, jubeln die Finanzmärkte. Der Shanghai-Aktienindex ist in Folge dieser Entscheidung um 4,25% angesprungen.

Supermarios Liquiditätsflutung sowie der Konjunkturstimulus in China sind für Deutschlands Exportindustrie hervorragende Meldungen. Entsprechend verzeichnete gerade der DAX einen besonders großen Kurssprung in letzterr Woche, den größten seit 2011.

Yellen oder Draghi: Wer gibt im Dezember den Ton an?

Sowohl Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), als auch Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), treffen die Entscheidung über den jeweiligen Leitzins. Dabei kämpfen sie unter anderem auch um die schwächste Währung, um die eigene Wirtschaftszone zu stärken. Die Entscheidung der Fed im September, ihre Leitzinsanhebung aufzuschieben, hatte dazu beigetragen, den Dollar gegenüber dem Euro zu drücken. Das wiederum führte zu einer Verteuerung der Exporte aus dem Euroraum, während sich die Importe verbilligen. Draghi war dadurch gezwungen, eine noch laxere Geldpolitik beim nächsten EZB Ratstreffen am 3. Dezember in Erwägung zu ziehen.
„Das von der EZB gesetzte Signal macht eine Fed- Zinserhöhung im Dezember weniger wahrscheinlich, indem es den Dollar gegenüber dem Euro wieder aufwerten lässt und zu einer Anspannung der Lage an den US-Finanzmärkten führt“.

Strafzinsen sind der sichere Weg in den Super-GAU- Die weltweiten Notenbanken sind die Ursache aller Probleme

Vielen Anlegern dämmert es zusehends, dass die EZB in den nächsten Jahren noch viel mehr Geld drucken wird als bislang erwartet, womit die Zinsen tief in den negativen Bereich gedrückt werden. Diese Politik hat verheerende Nebenwirkungen. Die Notenbank FED hat eingeräumt, dass sie bei der Entscheidung über geldpolitische Maßnahmen stark auf die Entwicklung am Finanzmarkt schaut. Investoren haben das Signal sehr gut verstanden: Zinserhöhungen sind absolut kein Thema, vielmehr könnte schon bald ein neues QE-Programm kommen und zusätzlich Strafzinsen. Zudem setzen die Investoren darauf, dass die EZB schon bald ihr Gelddruckprogramm verlängern oder aufstocken könnte.
Die EZB dürfte mit Hochdruck darüber nachdenken, dass Gelddrucken von aktuell 60 Mrd. Euro monatlich kräftig aufzustocken, beispielsweise auf 100 Mrd. Euro. Gleichzeitig kann die EZB noch weiter an der Zinsschraube drehen. Der Leitzins liegt aktuell bei 0,05 Prozent, während der Einlagenzins bei minus 0,2 Prozent liegt. Die Banken müssen der EZB also 0,2 Prozent für das Geld bezahlen, das die Banken bei der EZB parken. Die EZB könnte die Strafzinsen von 0,2 Prozent noch viel tiefer in den negativen Bereich senken, in einem ersten Schritt beispielsweise auf minus 0,5 Prozent und später auf minus ein Prozent. Diese Belastung dürften die Banken daraufhin auch an die Privatkunden weitergeben, womit ihnen Strafzinsen drohen. Draghis Politik hätte außerdem zur Folge, dass die Zinsen für deutsche Staatsanleihen noch viel tiefer sinken werden. Derzeit liegen sie bei zweijährigen Papieren bei minus 0,25 Prozent, bei fünfjährigen bei Null und bei zehnjährigen bei 0,6 Prozent.
Das wäre eine immer bittere Pille für die deutschen Sparer, war doch das Volumen an Bargeld, Termin- und Spareinlagen zuletzt auf 2,01 Billionen Euro gestiegen. Mit ihrer Politik ermöglicht es die EZB Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien aber, sich zu viel zu niedrigen Zinsen zu finanzieren, und die schon seit Jahren überfällige Haushaltskonsolidierung weiter zu verschieben. Wenn ein System aber nur durch immer niedrigere Strafzinsen– und damit der Pervertierung aller wirtschaftlichen Gesetze – am Leben gehalten werden kann, sollte man so ein System am Leben halten?
Anleger sollten den weltweiten Aktienmarkt weiter genau im Auge behalten. Wenn die Investoren das Vertrauen in die Notenbanken irgendwann verlieren, wird die größte Blase aller Zeiten platzen. Das wird dramatische Folgen für die Weltwirtschaft haben.
Bitte vergessen Sie hierzu Ihre Lebensversicherungen nicht! Hier könnten Sie durch die Negativzinsen enorme Verluste erleiden. Sie können gerne bei mir anfragen.

Der Ölpreis könnte steigen und wird damit automatisch die niedrige Inflationsrate anheben und somit den Druck von der Fed nehmen, möglichst schnell den Leitzins mehrmals anzuheben. Zudem kommen positive Konjunktursignale aus China. Gleichzeitig bleibt der US-Arbeitsmarkt schwach, was der Fed als weiteres Argument für niedrige Zinsen dienen kann. Und das Damoklesschwert einer weltweiten Auto-Abgas-Verschwörung wurde letzte Woche widerlegt.

Wenn Sie Fragen haben oder Anlagegespräche wünschen , freue ich mich jederzeit von Ihnen zu hören bzw. zu lesen.

Gallus :Schweizer Immobilien- Pensionskassen greifen zu:

„Investitionen in Schweizer Immobilien erhöhen das Renditepotential und senken das Risiko in den Portfolien der Vermögensverwalter“ ist denn auch die übereinstimmende Meinung von KPMG und Credit Suisse. Aus diesem Grund erhöht die Zielgruppe der institutionellen Investoren ihren Immobilienanteil nachweisbar beständig. Einen Engpass stellt hier lediglich das vorhandene Angebot dar. „Insofern ist die vorhandene Projektpipeline unserer Partner die Goldader unseres Geschäfts“, so Bauer. Den kompletten Artikel finden Sie in der Anlage (Finanzwelt Online…).

Deutsche Landesbanken wollen EZB ihre Risiko-Papiere unterjubeln- Rückendeckung von Schäuble

Die deutschen Landesbanken wollen neue Sicherheiten schaffen, um sich leichter finanzieren zu können. Dazu wollen sie unbesicherte Schuldentitel leichter als Sicherheit bei der EZB hinterlegen können. Unterstützung kommt aus Berlin: Die Beamten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble haben dem Bundestag einen entsprechenden Änderungsvorschlag für das geplante Bankenabwicklungsgesetz vorgelegt. Konkret ist eine Lockerung der geplanten Rangfolge von unbesicherten Schuldtiteln im Falle einer Bankeninsolvenz geplant.
“Die neue Regelung sollte so ausgestaltet werden, dass unbesicherte Schuldscheine EZB-fähig sind.”