Prof. Dr. Eberhard Sandschneider, Freie Universität Berlin/Forschungsdirektor, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik.

am 03.05.2016 konnte ich mir den Vortrag von:
Prof. Dr. Eberhard Sandschneider, Freie Universität Berlin/Forschungsdirektor, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik.
„Geopolitik – politische Entwicklung in China, Russland und Nahost.“ anhören.
Ich versuche in Kurzform seine Sichtweise Ihnen darzulegen:
Seine Aussagen:
Wir haben genügend Krisen; leben in einer paradoxen Welt; immer mehr Konflikte anstatt Kooperationen!
Die richtige Reihenfolge wäre, erst nach der Wirtschaftsleistung sein Land zu beurteilen und fördern, dann die Politik mit einbringen und zum Schluss erst das Militär. Es ist in Europa genau anders herum. In China können wir die richtige Reihenfolge erkennen.
Wir haben bei uns eine Instabilität und eine politische Unordnung.
In China ist Pragmatismus. Bei uns nicht: wir machen einfach eine Währung den Euro und springen dann in den Fluß, sprich gehen Baden. Wir sollten die gelbe Invasion nicht unterschätzen. Die Chinesen umgehen Krisen erfolgreich, Sie interessieren sich wie andere Länder/Menschen denken und haben dadurch die WIN WIN Konstellation.
In Rußland haben wir keine solide Wirtschaftspolitik, sondern nur eine militärische Macht. Gegenstück von China.
Nahost sitzt auf einem Pulverfass – hohes geopolitisches Risiko. Terroranschläge sind kurzfristig, beeinflussen aber heftig die Wirtschaft und die Politik.

Dann verändert in Zukunft stark die künstliche Intelligenz unser Leben, aber nicht unbedingt Positiv. Sie ersetzen u.a. die menschliche Arbeitskraft. Z. Bsp. der 3 -D – Drucker in der Gentechnik löst in der Zukunft eine medizinische Revolution aus. Künstliche Intelligenz wird soziale und politische Folgen nach sich ziehen.

Das Resümee : die Zukunft für uns wird nicht rosig, wenn wir nicht lernen umzudenken.

ÖL

Endlich. Der Ölpreis ist um 16% nach oben geschossen, der DAX konnte in der abgelaufenen Woche um 8,1% zulegen. Nachdem wir seit Jahresbeginn Woche für Woche heftige Kursverluste mit ansehen mussten, erfolgte nun eine heftige Gegenbewegung.

Die Gerüchte um das Treffen Russlands und Saudi Arabiens bewahrheiteten sich sodann mit einiger Verspätung. Die beiden Parteien beschlossen, ihre Fördermengen auf dem Januar-Niveau konstant zu halten.
Saudi Arabien und Russland sind die mit Abstand größten Ölförderländer, gefolgt von den USA. Nach China kommen dann Iran und Irak. Im Irak ist die tägliche Fördermenge in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen, irakisches Öl erobert sich immer mehr Marktanteile, sehr zum Leidwesen der anderen Ölförderländer. Und nun kommt der Iran hinzu, da die Sanktionen gegen den Iran nun aufgehoben wurden. Letze Woche liefen die ersten beiden vollbeladenen Öltanker im Iran aus, Ziel Europa.
Iran ist nun das Sorgenkind der Ölbranche: Der Iran wird sich mit seinen Öllieferungen Marktanteile zurückerobern. Da ohnehin schon zu viel Öl produziert wird und sämtliche Öl-Vorratsspeicher inklusive vieler Öl-Tanker, die vor Küsten vor Anker liegen, voll sind, steigt das Überangebot mit jedem Tag, an dem der Iran seine Infrastruktur weiter ans Netz anschließt. Die Öllagerung wird teuer, es ist absehbar, dass dieser ruinöse Preiskampf irgendwann Insolvenzen nach sich ziehen wird.
Direkt nach der russisch-saudischen Vereinbarung flog eine Delegation nach Teheran, um den Iran mit an Bord zu holen. Dies misslang jedoch. Wenig später ließ aber der Iran verlauten, dass man das Einfrieren der Ölfördermengen für einen richtigen Schritt halte. Immerhin: ein paar freundliche Worte, ohne jedoch eine Zusage zu machen, ob man selbst daran teilnehmen werde.
An den Ölmärkten wurden diese Entwicklungen als Zeichen gesehen, dass bei einem Ölpreis unter 30 USD/Fass WTI sogar verfeindete Staaten miteinander zu sprechen beginnen.
Neben dem Iran hat Brasilien inzwischen mit der Förderung des Tiefseeöls vor der eigenen Küste begonnen, und Kanada hat eine gut funktionierende Ölsand-Industrie. Eine schnelle Lösung des Überangebots an Öl ist ziemlich kniffelig, wenn nicht gar unmöglich.

Anlageninformationen

Mitte März dürfte Gallus 6 an den Start gehen.
Die Eckdaten bleiben:
– Anlagesumme ab 10.000€
– 2 Jahre Laufzeit
– 8%ige Verzinsung im Jahr mit vierteljährlicher Ausschüttung von 2%, abz. der Abgeltungsteuer.
– Projekt liegt wie gehabt in der Schweiz

Gegen Ende März erhalte ich vom Bauträger Reichenberger eine weitere Mezzanine/ Namensschuldverschreibung als Private Placement mit einer Anlagesumme von mindestens 25.000€. Die Laufzeit dürfte sich zw. 2-3 Jahre bewegen. Der Zins liegt zw. 7-8%p.a..

März/April ist wieder mit einem Containerdirektinvestmentangebot zu rechnen.

Bis Mitte des Jahres ist es noch möglich die Abfallverwertung in nur 8 Wochen zu zeichnen.

Bei TSO ist ebenfalls die Zeichnungsfrist bis Mitte des Jahres.

Alle weiteren Einzelheiten erfahren Sie über mein Büro!

Börse – Weltwirtschaft

EZB-Chef Mario Draghi „löst“ die gigantischen Schuldenprobleme damit, indem er immer mehr Geld druckt.
Die Aussicht, dass die EZB bei der Sitzung am 10. März die Geldpolitik noch deutlich stärker lockert, hat den Aktienmarkt nur wenige Tage gestützt. Anschließend ist er wieder deutlich nach unten gedreht.

Gründe für den Kursrückschlag gibt es mehr als genug: eine US-Wirtschaft, die entgegen den Beteuerungen der „Experten“ bereits in der Rezession ist, eine sich abschwächende chinesische Wirtschaft, der Verfall des Ölpreises, die Abwertung des chinesischen Renminbi und der Börsencrash nicht nur in China. Viele Investoren haben daher nur eine Hoffnung: dass EZB-Chef Mario Draghi die Geldschleusen schon bald viel stärker öffnet und dass die verstärkte Euro-Schwemme den Aktienmarkt wieder nach oben treiben wird.

Ja, und gibt es auch noch Griechenland!

Sorge um weiter Bankenpleiten breiten sich aus?
Chinas Schuldenlawine ist beängstigend.
Im Jahr 2007 führte die Blase am US-Häusermarkt zum Zusammenbruch. Wird dieses mal der Auslöser vom hochverschuldeten chinesischen Unternehmenssektor ausgehen?

Rückt die Fed also von ihren vier Zinserhöhungen ab? Wird es Förderkürzungen am Ölmarkt geben? Anlegern sind solche Gerüchte nicht genug, um Vertrauen zu fassen.

Im Baltic Dry Verschiffungsindex sind keine Spekulanten am Werk, dort werden die tatsächlichen Tagesraten für die Anmietung von Ladekapazitäten auf Schiffen gezeigt. Und der Spotpreis für Ladefläche auf Schiffen ist so niedrig wie seit vierzehn Jahren nicht mehr. Von einer Trendwende kann hier also noch nicht gesprochen werden. Stand des Index: nur noch 298.

Das DAX-Tief im Rahmen der Euro-Schuldenkrise 2011 lag bei 5.000 Punkte. Um den DAX dorthin zu drücken müssten wir erneut eine Rezession sehen, also negative Wachstumsraten. Davon sind wir derzeit noch weit entfernt, und ich kann es mir derzeit auch nur sehr schwer vorstellen, dass sämtliche Wirtschaftsbereiche dermaßen stark einbrechen.
Insbesondere das Pokerspiel zwischen Fed und OPEC ist nicht gut, denn je länger die Fed an ihrer Zinsanhebungsabsicht festhält und je länger die OPEC ihre Fördermenge unverändert hoch belässt, desto größere Verwerfungen an den Märkten werden folgen.
Bei einem Ölpreis von 30 USD/Fass hingegen wird es schon sehr bald erste Pleiten geben sowie Ölförderländer, die auf dumme Gedanken kommen.

Eine schnelle Lösung mit anschließender Börsenrallye erwarte ich nicht. Vielmehr wird weiter gepokert, hier ein bisschen nachgegeben, um es dort wieder wegzunehmen und umwälzende, mutige politische Entscheidungen für eine bessere Aufstellung Europas sehe ich nicht.
Spannende Zeiten, könnte man sagen. Oder auch: Zermürbend, denn es bewegt sich nichts, was das Chaos beenden könnte. In diesen Zeiten gewinnt derjenige, der weniger verliert.

Darum sprechen Sie mit mir über Ihre Finanzen und Anlagen.

Ölpreis

Doch spielen wir noch das andere Szenario durch: Was, wenn Saudi Arabien tatsächlich eine Reduzierung der täglichen Ölfördermenge durchsetzt?
Nun, der Ölpreis würde tatsächlich kräftig anspringen. Ich denke, es könnte schnell in Richtung 45 USD/Fass gehen. Nicht höher. Doch das würde reichen, um den Ölförderländern den Druck aus dem Kessel zu nehmen, die Aktienverkäufe der angehängten Staatsfonds würden aufhören.
Es kann also entweder die Fed handeln, oder die OPEC, namentlich Saudi Arabien. Ist es ein Kräftemessen? Wer blinzelt zuerst mit den Augen? Gibt die Fed zu, dass sie nicht in der Lage ist, die Liquiditätsflutung der vergangenen Jahre einzufangen? Oder gibt Saudi Arabien Marktanteile an die US-Frackingindustrie ab?

Konjunkturabschwächung

Nun, die Konjunkturabschwächung könnte schneller kommen als gewünscht, wenn wir uns die Entwicklung in den vergangenen Wochen vor Augen führen. Und vor dem Hintergrund einer Konjunkturabschwächung wären weitere Zinsanhebungen ein fatales Signal. Also warten nun sämtliche Marktteilnehmer darauf, dass Janet Yellen zurückrudert. Es würde ja reichen wenn sie sagt, dass man weitere Zinsschritte in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung an den Märkten abhängig macht. Denn genau das wird von einer Notenbank erwartet: Die Geldpolitik soll auf die Rahmenbedingungen reagieren, möglichst sogar frühzeitig agieren.

Doch die in Aussicht gestellten vier Zinsschritte, unabhängig von der weiteren Konjunkturentwicklung, sind tödlich für die Aktienbörse und auch für den gesamten Finanzmarkt.

FED und die OPEC

Wie beim Pokerspiel sitzen sich die Fed und die OPEC mit versteinerter Miene gegenüber. Wer zuckt zuerst? Wer hält länger durch? Jeden Tag, den sich die beiden nicht regen, verlieren Aktionäre Geld, verlieren Ölkonzerne Geld, müssen Staatsfonds an den Finanzmärkten verkaufen und trüben sich die Konjunkturaussichten ein. Es ist ein Knistern zu spüren an den Finanzmärkten, das sich durch alle Ebenen zieht.
Die massive Liquiditätsflutung der Fed in den Jahren 2008 bis heute hat es nicht vermocht, die strukturellen Probleme der US-Wirtschaft zu lösen. Zu keinem Zeitpunkt ging es der US-Konjunktur gut genug, um die Zinszügel zu straffen. Nach sechs Jahren Aufschwung war es nun die selbst auferlegte Pflicht der Fed, zu beweisen, dass man eine Zinserhöhung vornehmen kann. So wurde im Dezember der US-Leitzins von 0-0,25% auf 0,25-0,5% angehoben. Doch schon damals wies ich Sie darauf hin, dass dieser Zinsschritt nicht aufgrund positiver Konjunkturdaten erfolgte, sondern einfach nur weil es langsam soweit war. Weil die Fed nicht mehr anders konnte, ohne ihr Gesicht zu verlieren.

INSTABILE SCHWELLENLÄNDER

Bereits im September hatte die Fed mit der Aussage überrascht, globale Konjunkturentwicklungen und geopolitische Spannungen ebenfalls zu berücksichtigen. Damals waren die Schwellenländer unter Beschuss geraten. Viele Länder sowie deren Unternehmen sind hoch verschuldet in US-Dollar-Anleihen. Sie müssen also Zinsen in US-Dollar zahlen, und das tut weh, wenn der US-Dollar zu stark an Wert gewinnt, wie es meist vor dem Hintergrund von Zinserhöhungen der Fall ist. Höhere Zinsen in den USA machen den US-Dollar verhältnismäßig attraktiver, der Außenwert steigt und damit wird es schwerer für Staaten und Unternehmen, die ihr Geld in anderen Währungen verdienen, jedoch Zinsen in US-Dollar zahlen müssen.

An der Börse hat man erleichtert darauf reagiert, dass die Fed also auch solche Probleme mit ins Kalkül zieht, wenn sie über die Zinspolitik entscheidet. Zu hohe Zinsen in den USA hätten nämlich zu einem Kollaps in den Schwellenländern führen können, was die Weltkonjunktur belasten würde und somit negative Auswirkungen wiederum auch auf die USA hätte.

Dieses Mal hat die Fed neben der „Weltkonjunktur“ auch noch die „Finanzmarktstabilität“ explizit als Ziel genannt. Das ist erneut ein Novum und extrem wichtig für die Finanzmärkte. Denn in den Tagen vor der Zinsentscheidung gab es Turbulenzen am Finanzmarkt aufgrund eines Fonds, der seine Anteilseigner nicht mehr auszahlen konnte.

FED VERFOLGT IMMER MEHR ZIELE GLEICHZEITIG

In der schriftlichen Erklärung nimmt Yellen Stellung zu den Rahmenbedingungen, die beobachtet werden, um eine Zinsentscheidung zu treffen. Ziele der Fed seien Preisstabilität, gemessen an einer Inflationsrate von möglichst um 2%, sowie die Vollbeschäftigung, gemessen an der Arbeitslosenquote von möglichst 4%, was als Sockelarbeitslosigkeit gilt.